Zurück in die Familie

Als Frau/ Partnerin/ Mutter hat man in einer Familie eine bestimmte Rollenzuteilung, die auch mit der Erfüllung bestimmter Aufgaben verbunden ist. Erfahrungsgemäß stellen Frauen dabei oft ihre eigenen Bedürfnisse zurück, um „es allen recht zu machen“. Durch die Diagnose Brustkrebs und die damit einhergehenden Einschränkungen durch die Therapie und deren Nebenwirkungen, gerät dieses Rollenkonstrukt ins Wanken: du wirst vielleicht nicht mehr in der Lage sein, all deine Aufgaben perfekt zu erfüllen, weil es dir schlecht geht, dir übel ist, du müde bist oder du mental gerade nicht in der Verfassung bist. Sprich offen mit deinen Angehörigen darüber und entwickelt gemeinsam Strategien, um dich zu entlasten. Dein behandelnder Arzt, der Sozialdienst und lokale Nachbarschaftshilfen können dir zusätzliche Unterstützung, wie eine Haushaltshilfe oder Kinderbetreuung vermitteln.

Auch nach dem Abschluss der Primärtherapie wirst du dich immer wieder müde, ausgelaugt und dünnhäutig fühlen. Vielleicht auch, weil du noch eine endokrine Therapie bekommst, die auch ihre Nebenwirkungen haben kann.

Lerne zu akzeptieren, dass du noch Zeit brauchst, um deine Kraft und Energie zurück zu bekommen oder vielleicht auch nur noch reduziert zurückbekommen kannst.

Sei geduldig mit dir. Nimm Hilfe an. Und bitte um Hilfe.

Vera

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