Was kann ich bei Knochen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen tun?

Schmerzen in den Knochen, Muskeln oder Gelenken sind häufige Nebenwirkungen der Krebstherapie. Sie können insbesondere unter einer Antihormontherapie und einer knochengerichteten Therapie auftreten. Bei vielen Patientinnen, die eine antihormonelle Therapie mit Tamoxifen oder einen Aromatasehemmer einnehmen treten die Beschwerden zu Beginn der Therapie auf und bessern sich im Verlaufe von alleine wieder. Hilfreich kann hierbei sein:

  • Die Antihormon-Tabletten abends einzunehmen und nicht während des Tages
  • Regelmäßige körperliche Bewegung (Spaziergänge, Nordic Walking, Wassergymnastik)
  • Yoga, Qigong, Tai Chi oder Pilates
  • Wärme z.B. durch warme Bäder oder Thermalbäder
  • Die Einnahme von leichten Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Paracetamol oder Diclofenac.

Sollten die Beschwerden anhaltend und von starker Intensität sein, so brauchen diese keinesfalls „ausgehalten“ werden. Berichte deinem behandelnden Arzt von deinen Schmerzen. Die Antihormontherapie ist sehr wirksam und senkt das Rückfallrisiko deiner Krebserkrankung. Da du diese Therapie über mehrere Jahre einnimmst, sollte sie dich in deiner Lebensqualität so wenig wie möglich einschränken. Häufig bringt ein Wechsel des Präparats Linderung. Auch an eine regelmäßige Knochendichtemessung zum Ausschluss einer Osteoporose sollte gedacht werden.

Bei Patientinnen, die eine knochengerichtete Therapie mittels Bisphosphonat-Infusionen alle sechs Monate bekommen treten sehr häufig nach der ersten Infusion grippeähnliche Symptome mit Knochenschmerzen auf. Hilfreich ist hier ebenfalls die Einnahme eines Schmerzmittels wie Ibuprofen oder Paracetamol. Diese Beschwerden klingen in der Regel nach ein bis zwei Tagen wieder ab. Die folgenden Infusionen werden in der Regel gut vertragen.

Vera

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