Was kann ich bei Hitzewallungen oder Schweißausbrüchen tun?

Wenn du in die Wechseljahre kommst, kann es sein, dass dich unerwünschte Hitzeattacken und Schweißausbrüche plagen. Nicht jede Frau ist davon betroffen und nicht bei jeder Frau treten sie im gleichen Ausmaß auf. Auch die Dauer und die Häufigkeit des Auftretens sind von Frau zu Frau verschieden. Grund für die Beschwerden sind Umstellungen in deinem Hormonhaushalt. Die Produktion des Sexualhormons Östrogen sinkt und vermutlich kommt es zu einer erhöhten Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin. Zu Beginn der Wechseljahre sind diese Hitzewallungen am häufigsten, danach nehmen sie wieder langsam ab und nach ein bis zwei Jahren verschwinden sie meistens von alleine wieder. Neben den Hormonen können aber auch noch andere Lebensstilfaktoren Hitzewallungen begünstigen:

  • Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol
  • Stark gewürzte Speisen
  • Schwer verdauliches Essen
  • Übergewicht
  • Stress
  • Zu warme Schlafumgebung
  • Zu warme Kleidung oder Kleidung die nicht aus Naturfasern sind

Wenn dich Hitzewallungen und Schweißausbrüche in deinem Alltag einschränken, solltest du mit deinem Gynäkologen darüber sprechen. Durch eine gynäkologische Untersuchung und/oder eine Blutabnahme kann dieser Deinen Hormonstatus bestimmen und abklären, ob die Wechseljahre der Grund für deine Beschwerden sind.
Als Therapie empfehlen sich verschiedene Präparate aus der Pflanzenheilkunde. Diese solltest du aber mit deinem behandelnden Arzt absprechen, damit es nicht zu Interaktionen mit deinen anderen Medikamenten kommt, das kann mit Medikamenten aus der Pflanzenheilkunde passieren.

Auch du selbst kannst mit gezielten Maßnahmen den Hitzewallungen und Schweißausbrüchen entgegenwirken:

  • Führe Wechselduschen und andere Kneipp-Verfahren durch
  • Bewege dich regelmäßig an der frischen Luft (Spazierengehen, Joggen, Radfahren, Schwimmen)
  • Beobachte dein Gewicht und achte darauf, dass du nicht zunimmst. Bleibe am besten schlank und versuche überflüssige Pfunde abzuspecken. Übergewichtige Menschen schwitzen schneller und stärker.
  • Lüfte dein Schlafzimmer noch einmal bevor du zu Bett gehst. Eine kühle Schlafumgebung (nicht mehr als 18 Grad) kann die Intensität und sogar das Auftreten der Hitzewallungen verhindern.
  • Achte auf passende Kleidung und passe sie an deine wechselnde Termperaturempfindungen an (trage zum Beispiel zwei dünne Kleidungsstücke, um gegebenfalls eines ausziehen zu können)
  • Trage Kleidung aus Naturfasern
  • Verzichte auf Koffein, Alkohol oder scharfe Speisen sowie auf schwer verdauliches Essen
  • Übe Entspannungsverfahren (Muskelrelaxation nach Jacobsen, Autogenes Training, Yoga)
  • Baue Stress ab (Mediation, bewusste Auszeiten nehmen)
  • Führe Waschungen und Fußbäder mit frischem Salbei durch

Anleitung Salbeiwaschung:

Man gibt zwei Esslöffel Salbeiblätter in ein halben Liter kochendes Wasser und lässt diesen Sud 10 Minuten lang ziehen. Dabei sollten keine Teebeutel, sondern lose Blätter (aus der Apotheke oder aus dem Reformhaus) verwendet werden. Den Sud gibt man in eine große Waschschüssel und gießt ihn mit ca. drei Litern Wasser auf, so dass die Flüssigkeit eine Temperatur von ca. 35°C hat. Damit kann man bei Bedarf den ganzen Körper, die Beine oder die Füße ohne starke Reibung abwaschen. Anschließend mit einem Handtuch sanft abtrocknen und ruhen.

Vera

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