Was ist eine Sporttherapie?

Es gibt verschieden Möglichkeiten, ein körperliches Training auch und gerade bei einer Brustkrebserkrankung durchzuführen. Für welche man sich entscheidet, hängt ab vom Krankheitszustand, dem Tumor und seiner Ausprägung sowie der aktuellen Therapie. Wichtig zu Beginn ist eine Anleitung durch einen erfahrenen Physiotherapeuten oder Sportwissenschaftler, der sich mit der spezifischen Problematik von Krebspatienten und einer Sporttherapie bei dieser Erkrankung auskennt. Bei weitem nicht jeder Therapeut kommt dafür infrage, da dieses relativ neue Gebiet die Kenntnis speziell angepasster Trainingsformen und Konzepte erfordert. Auch muss das Training immer in Absprache mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt erfolgen – nur sie haben den Überblick über mögliche Kontraindikatoren für das Training, wie beispielsweise Knochenmetastasen, Chemotherapie oder relevante Vorerkrankungen. Allerdings müssen auch diese Ärzte mit der Thematik einer Sport- und Bewegungstherapie vertraut sein, was derzeit noch nicht selbstverständlich ist.

Die Sporttherapie gliedert sich in

  1. Koordinationstraining
  2. Kraft- und
  3. Ausdauerübungen.

Ergänzt werden sollten sie außerdem durch Physiotherapie und begleitende Massagen, die zu Beginn durchaus intensiv sein dürfen. Denn es kommt nicht auf Leistungszuwachs an, sondern vielmehr auf ein verbessertes Körpergefühl und Körperbewusstsein, sowie den Erhalt der Leistungsfähigkeit. Der Therapieansatz „Sport bei Krebserkrankung“ ist eine Mischung aus psychischen und physischen Komponenten.

Vera

Leave a reply

You must be logged in to post a comment.