Was beinhaltet das intensivierte Früherkennungsprogramm?

Das intensivierte Früherkennungsprogramm wurde für Frauen entwickelt, die ein hohes Risiko für eine Brustkrebserkrankung haben. Dieses hohe Risiko resultiert aus vererbten, genetischen Anlagen, wie beispielsweise Veränderungen in der Genen BRCA1 oder BRCA2.

Das intensivierte Früherennungsprogramm läuft wie folgt ab:

Untersuchungsverfahren Frequenz Beginn Ende
MRT jährlich 25* 70**
Ultraschall mit Anamnese und klinischer Untersuchung halbjährlich 25* 70**
ggf. Mammographie alle 1-2 Jahre 40 70**

* Wenn in der Familie Brustkrebs bereits im Alter von unter 30 Jahren aufgetreten ist, sollte mit der intensivierten Früherkennung 5 Jahre vor dem frühesten Erkrankungsalter in der Familie begonnen werden
** Fortführung der intensivierten Früherkennung mindestens bis zur Vollendung des 50. Lebensjahrs und längstens bis zur Vollendung des 70. Lebensjahrs oder bis zu einer sehr guten mammographischen Beurteilbarkeit

Das Auftreten der Brustkrebserkrankung lässt sich durch das Früherkennungsprogramm nicht verhindern. Allerdings ist es in der Lage die Erkrankung in einem sehr frühen Tumorstadium zu entdecken, so dass die Chancen geheilt zu werden deutlich besser sind.

Eine andere Möglichkeit dem Brustkrebs zu entgehen, besteht in der vorbeugenden (prophylaktischen) operativen Entfernung beider  Brustdrüsen. Dieses ist für viele Frauen ein jedoch zu großer Einschnitt in ihre Weiblichkeit und sie entscheiden sich eher für die Teilnahme am intensivierten Früherkennungsprogramm.

Parallele dazu finden verschiedene Studien statt, die zeigen sollen, ob Medikamente oder ein gesunder Lebensstil Einfluss auf das Erkrankungsrisiko bei Anlageträgerinnen haben.
Wenn du oder deine Angehörigen Interesse haben, an so einer Studie teilzunehmen und so noch enger angebunden zu sein, findest du hier die Ansprechpartner dazu

Vera

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