Was bedeutet eine Chemotherapie für meinen Alltag?

Eine der größten Herausforderungen unter der Chemotherapie ist es wohl, weiterhin ein „normales“ Leben zu führen.
Die Entscheidung, ob du während der Behandlung in Teil- oder Vollzeit weiterarbeitest oder beruflich eine Pause einlegst, ist oft auch aus finanziellen Gründen keine einfache.
Wieviel du deinem Arbeitgeber sagen möchtest, entscheidest du für dich selbst. Du bist nicht verpflichtet deine Diagnose und Behandlung preis zu geben. Wenn du ihn informierst, kann er deine Schwierigkeiten aber eventuell besser verstehen und dich unterstützen.

Es ist auch schwierig im Vorfeld zu wissen, wie sich die Chemotherapie auf deinen Körper auswirken wird.
Durch die Wirkung der Zytostatika auf alle schnellteilenden Zellen und damit auch auf die blutbildenden Zellen und das Immunsystem, ist die Gefahr, sich während der Chemotherapie Infektionen einzufangen deutlich erhöht. Das solltest du bedenken, wenn du dich in dieser Zeit großen Menschenmenge aussetzen willst (Sozialleben, Beruf). Meide in dieser Zeit zum Beispiel das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, große Menschenansammlungen wie zum Beispiel einen Theaterbesuch oder ähnliches. Achte auf regelmäßiges Händewaschen mit lauwarmem Wasser und Seife.
Beim ersten Anzeichen eines stärkeren Infekts (Fieber, körperliche Abgeschlagenheit) solltest du immer einen Arzt aufsuchen.

Das gilt auch im Umgang mit Haustieren. Halte, wenn es möglich ist, auch hier einen gewissen Abstand ein. Hauskatzen und Hunde tragen vor allem im Fell und im Mund zahlreiche Keime mit sich herum. Achte auch hier auf regelmäßiges Händewaschen.

Unter der Chemotherapie kann die Gerinnungsfähigkeit in deinem Blut herabgesetzt sein. Das bedeutet, dass es bereits bei kleinen Verletzungen zu stärkeren und länger anhaltenden Blutungen kommen kann. Deshalb ist es wichtig, während der Chemotherapie Tätigkeiten zu vermeiden, die mit einer erhöhten Verletzungsgefahr einhergehen.

Vera

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