Rhabarber – Süßes Gemüse

Egal ob Saft oder im Salat, Rhabarber hat in den letzten Jahren einen Hype erfahren. Mit seinem süßlich-säurlichen Geschmack findet sich das Gemüse sowohl in der süßen als auch herzhaften Küche in immer neuen Kreationen.

Bereits seit mehreren tausend Jahren wird Rhabarber in der traditionellen chinesischen Medizin in Zusammenhang mit Alzheimer angewandt. Über das russische Zarenreich gelangte das Gemüse nach Europa und wird in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert in der Küche eingesetzt.

Der Rhabarber hat eine geringe Energiedichte. Auf Grund seiner Säure wird er jedoch oft gezuckert und entwickelt sich dann zur Kalorienbombe. Er enthält Kalium, Magnesium, Phosphat und Eisen. Er hat zudem reichlich Vitamin C. Der hohe Pektingehalt regt die Darmfunktion an und trägt so zur Stoffwechselsteigerung bei. Über den hohen Kalium-Gehalt kann das Gemüse entwässernd wirken und so auch den Blutdruck positiv beeinflussen. Nicht zuletzt wirken die Fruchtsäuren appetitfördernd. Mit der Kombination seiner Inhaltsstoff kann Rhabarber helfen Frühjahrsmüdigkeit zu lindern.

Allerdings hat Rhabarber auch viel Oxalsäure. Diese kann an Calcium binden und so die Calcium-Aufnahme hemmen. Um die Oxalsäure-Aufnahme zu mindern empfiehlt es sich daher das Gemüse mit Milchprodukten wie Joghurt zu kombinieren. Bei ausreichender Calcium-Versorgung sind aber keine negativen Effekte zu befürchten. Patient*innen, die zu Nierensteinen neigen, sollten eher auf Rhabarber verzichten. Die Oxalsäure-Calcium-Komplexe können auch zu einem pelzigen Gefühl auf den Zähnen führen. Aber Vorsicht: nicht direkt Zähneputzen! Die Oxalsäure greift den Zahnschmelz an und raut die Zahnoberfläche auf. Putzt man direkt die Zähne, kann es zu einer dauerhaften Beschädigung der Zahnhartsubstanz kommen. 

Es gibt verschiedene Rhabarber-Sorten – manche eher rot und andere grüner. Es gilt: je roter desto süßer. Saison hat Rhabarber bei uns von April bis Juni, kommt aber bereits ab März aus Gewächshäusern in die Supermärkte. Der Anteil an Oxalsäure steigt über die Saison hinweg. Rhabarber sollte nicht roh verzehrt werden, so wird er nicht nur schmackhafter, sondern so vermindert sich auch der Oxalsäuregehalt. Die Blätter sind giftig und sollten daher sorgfältig entfernt werden.

In der Naturheilkunde wird Rhabarber zum Abführen bei milder Obstipation angewandt, findet aber auch Anwendung bei Analfissuren, Hämorrhoiden und nach operativen Eingriffen an Rektum/Anus, um den Stuhl weich zu machen und die Heilung positiv zu beeinflussen. Extrakte der Wurzeln kommen bei Zahnfleischentzündungen in Fragen.


Rhabarber-Chutney

Zutaten für 4 Portionen

250 g roter Rhabarber
150 g Erdbeeren
60 g brauner Zucker
75 g getrocknete Feigen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer (ca. 1 cm groß)
1 rote Chili
1 Zimtstange
1 Prise Currypulver
2 EL Limettensaft
Salz, Pfeffer

Rhabarber putzen und klein schneiden, Erdbeeren würfeln. Mit Zucker mischen und 30 Minuten ziehen lassen. Feigen, Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili fein hacken. Mit Zimt, Curry, Limettensaft und 75 ml Wasser in einem Topf vermischen. Salzen und pfeffern. Bei kleiner Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Rhabarber und Erdbeeren zufügen und zu einem Chutney einkochen (ca. 5 Minuten). Zimtstange entfernen.


Rhabarber-Erdbeer-Smoothie

Zutaten für 3 Portionen

250 g roterRhabarber (rotstielig)

75 ml Holunderblütensirup

50 ml Orangensaft

150 g Erdbeeren (TK)

100 ml Kokosmilch (kalt)

1 El Limettensaft

 

Rhabarber putzen und in Stücke schneiden. Mit Sirup und Orangensaft aufkochen, zugedeckt bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Mit den Erdbeeren mischen und vollständig abkühlen lassen. Kokosmilch und Limettensaft zugeben und fein pürieren.

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MBF