Neue Kraft für den Alltag durch Rehabilitation

Bei einem vollen Terminkalender mit OP, Bestrahlung, Chemotherapie etc. ist die Zeit zum Verarbeiten des Erlebten oft knapp. Fallen die Termine dann weg, gesellen sich zu den körperlichen Beschwerden oft psychische Probleme hinzu und machen die Rückkehr in den Alltag noch schwieriger. 

Die Unterstützungsmöglichkeiten für Patient*innen in dieser Situation ist vielfältig: Psychoonkologen, Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen, behandelnde Ärzte …

Von diesem Angebot kann man sich schnell unter Druck und weiter überfordert fühlen, daher ist es wichtig sich behutsam und schrittweise zurück in den Alltag helfen zu lassen. 

In einer onkologischen Rehabilitation (Reha) wird auf diese spezielle Situation eingegangen: Ängste vor Therapiefolgen und Rückfällen werden genauso besprochen wie finanzielle Sorgen. In der Reha wird in Einzel- und Gruppensitzungen mit Therapeuten an den körperlichen Beschwerden gearbeitet und es können bei Bedarf Medikamente (bspw. gegen Schmerzen) durch Ärzte verschrieben werden. Eine Reha kommt auch in Frage, sollte eine Heilung nicht möglich sein.

Wer eine Reha in Anspruch nehmen möchte, bekommt Hilfe mit der Antragstellung (s. Kann ich eine Reha-Maßnahme in Anspruch nehmen?). Durch ambulante und stationäre Reha-Einrichtungen kann je nach Situation das passende Konzept für Patient*innen gefunden werden. Normalerweise dauert eine Reha-Maßnahme drei Wochen, kann aber bei (medizinischem) Bedarf verlängert werden, damitPatient*innen mit neuer Kraft in den Alltag zurückkehren können.

MBF