Heilungschancen von Brustkrebs

Wie aggressiv Brustkrebs ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: hierbei spielen neben dem Grading und der Größe des Tumors in der Brust und in den Lymphknoten, die sogenannte Tumorbiologie eine wichtige Rolle: hierbei werden mittels molekulargenetischer Untersuchungen bestimmte Charakteristika des Tumors bestimmt, wie der Hormonrezeptor- und Her-2-neu-Status, der Proliferationsmarker Ki-67 und bestimmte Genexpressionsanalysen.

In den meisten Fällen sind die Heilungschancen gut und die Erkrankung lässt sich heilen. Statistisch leben 5 Jahre nach der Diagnosestellung 88 von 100 Frauen, damit liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei 88%. Die 10-Jahres-Überlebensrate beträgt 82%.

Manche Patientinnen entwickeln nach der abgeschlossenen Behandlung ein sogenanntes Lokalrezidiv, das bedeutet, dass der Tumor an gleicher Stelle zurückkehrt. In der Literatur gibt es dazu verschiedene Studie, die gezeigt haben, dass dies etwa 5-10% aller Frauen, die brusterhaltend am Brustkrebs operiert worden sind, zehn Jahre nach der Behandlung betrifft. Bei Frauen, die den Brustdrüsenkörper entfernt bekommen haben, trifft es etwa 4%. Tritt ein Rezidiv innerhalb der ersten beide Jahre nach Erstbehandlung auf, sind die Heilungschancen etwas geringer als bei Frauen, deren Rezidiv nach 2 und mehr Jahren auftritt.

Bei etwa 3% der Patientinnen treten nach der ersten Diagnose Tochtergeschwülste (Metastasen) auf. Die Erkrankung ist dann nicht mehr heilbar, aber gut behandelbar. Am häufigsten treten diese Metastasen in den Knochen, der Lunge oder Leber auf.

Heike