Deine Angehörigen – Deine Begleiter und Unterstützer

Die Diagnose Brustkrebs ist nicht nur für dich ein belastendes und traumatisierendes Erlebnis, auch für deinen Partner, deine Eltern, deine Kinder und Freunde.
Angehörige stellen ihre eigenen Bedürfnisse sehr oft zurück, weil ihr Fokus auf dir liegt. Sie möchten dir helfen, dich trösten, motivieren und aufbauen, einfach für dich da sein.

Um mit dem Gefühlschaos auf beiden Seiten besser zurecht zu kommen, ist es wichtig, dass du mit deinen Angehörigen offen sprichst und ihnen die Möglichkeit gibst, dass sie auch mit dir über ihre Gedanken und Gefühle sprechen können.
Die Erkrankung kann einen verändern. Du wirst dich vielleicht öfter zurückziehen oder brauchst mehr Nähe als bisher. Oft verändern sich auch die Rollen innerhalb der Familie.

Beziehe dein Umfeld mit in diese Veränderungen ein! Gib auch ihnen Zeit, sich an diese Veränderung zu gewöhnen und kommuniziere offen, wie es dir damit geht.
In der Zeit deiner Erkrankung können immer wieder Krisen auftreten. Körperliche, seelische, berufliche und andere. Das kann zu einer Belastung für die ganze Familie werden. Es ist wichtig, dass ihr diese gemeinsam zu bewältigen lernt. Plant Veränderungen gemeinsam: gönnt euch Auszeiten und Pausen, verschiebt vielleicht eure Prioritäten, ändert eure Essgewohnheiten oder vieles andere mehr.

Sprecht offen miteinander und hört dem anderen zu, das vermeidet schon ganz viele Konflikte. Gerade in Krisenzeiten steht man oft unter Druck und die Gedanken poltern aus einem raus. Um Missverständnissen vorzubeugen, empfehle ich dir, die Gesprächsthemen in der „Ich“-Form zu beginnen, weil die „Du“-Form bei deinem Gegenüber oft als Vorwurf ankommt.
Zum Beispiel: „Ich würde mir wünschen…“, „Ich fühle mich…“, „Ich frage mich….“, „Ich denke…“.
Oft lässt sich beim Gehen leichter reden, nutze die Möglichkeit bei einem gemeinsamen Spaziergang zu einem Gespräch.

Wenn du in deinem Umfeld keine Person hast, der du dich anvertrauen möchtest, gibt es die Möglichkeit, dass du auch mit Unabhängigen sprechen kannst.
Hier stehen dir geschulte Psychoonkologen zur Seite, die dir zuhören, dich beraten und mit dir gemeinsam Bewältigungsstrategien für Krisensituationen entwickeln. Vielleicht findest du auch Unterstützung in Selbsthilfegruppen (Link: https://www.krebshilfe.de, https://www.krebsgesellschaft.de)

Deinen Angehörigen stehen ebenfalls verschiedene Gesprächsangebote zur Verfügung:

Vera

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