Brustwarzentattoos – was sollte ich wissen?

Seit einiger Zeit ist es möglich durch Tätowierung Brustwarzen nachzubilden. Aber ist das für jeden geeignet und was gilt es zu beachten?

Wieso sollte ich mir die Brustwarze tätowieren lassen?

Ein Brustwarzentattoo kann helfen das Selbstwertgefühl zu steigern, wenn die Brustwarze durch eine OP entfernt, verändert oder beschädigt wurde. Rekonstruierten Brustwarzen können durch ein Tattoo an die Gegenseite angeglichen oder realistischer gestaltet werden. Zudem kann durch die Tattoos ggf. ganz auf eine Rekonstruktion der Brustwarze verzichtet werden, so dass man das Thema bereits vor der OP mit den Operateur*innen besprechen sollte.

Wann wird ein Brustwarzentattoo gemacht?

Eine Tätowierung der Brustwarze kann erst dann erfolgen, wenn die OP-Narbe vollständig verheilt ist. Dies ist meist nach sechs bis neun Monaten der Fall, sollte jedoch im Einzelfall immer mit dem behandelnden Ärzt*innen abgeklärt werden.

Wer macht ein Brustwarzentattoo?

Es gibt Tätowierer*innnen, die sich auf den Umgang mit Narbengewebe spezialisiert haben, daher sollte immer ein solcher aufgesucht werden.

Wie erfolgt die Tätowierung?

Tätowierer*in und Patient*in suchen gemeinsam eine passende Vorlage für die Brustwarze aus. Diese wird im Seitenvergleich auf die passendste Stelle der Brust übertragen, um ein möglichst harmonisches Ergebnis zu erzielen. Die Farbgebung orientiert sich ebenfalls an der Gegenseite. Danach dauert es ca. zwei bis drei Stunden bis das Tattoo fertig ist.

Was kostet ein Brustwarzentattoo?

Man sollte mit ca. 900 € rechnen. Ein Brustwarzentattoo ist keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Wenn vor der Tätowierung ein Antrag bei der Krankenkasse gestellt wurde, ist es aber ggf. möglich, dass die Versicherung die Kosten übernimmt.

MBF