Gelenkbeschwerden durch Krebstherapie

 

Insbesondere unter antihormoneller Therapie treten bei vielen Patient*innen Gelenkbeschwerden auf. Häufig wird deswegen die Therapie mit Aromatasehmmern von den Patient*innen abgebrochen.

Noch ist nicht ganz klar, wie es zu den Gelenkbeschwerden kommt. Vermutet werden mehrere Faktoren u.a. eine verminderte Speicherung von Wasser in den Gelenkteilen, ein Anstieg von Entzündungsfaktoren, eine verminderte Kollagensynthese und Fehlhaltungen durch Muskelabbau.

Es können einzelne oder mehrere Gelenke betroffen sein. Besonders häufig treten die Schmerzen in Händen, Füßen und Knien auf. Neben Schmerzen können auch Schwellungen auftreten. Vom behandelnden Arzt oder Ärztin sollten Rheuma und Gicht ausgeschlossen werden.

Durch körperliche Aktivität wird die Versorgung des Gelenkknorpels verbessert. Regelmäßige Aktivität kann daher zur Linderung der Schmerzen beitragen. Ideal sind gelenkschonende Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Spazierengehen. Am besten mehrmals die Wochen und unter einer ärztlich überwachten Gewichtsreduktion bei bestehendem Übergewicht.

Dehnungsübungen vor dem Aufstehen können auch helfen. Rekeln Sie sich daher ruhig ausgiebig im Bett. Auch Massageöle oder Fangoauflagen können die Symptome lindern. Eine säurearme und basische Ernährung kann ebenfalls einen positiven Effekt auf Gelenkbeschwerden haben.

Mit den behandelnden Ärzten können Sie über Akupunktur, Taping, Massagen oder pflanzliche Mittel mit Teufelskralle oder Weiderindeextrakt sprechen.

Comments
Share
MBF