Strukturierte Selbstuntersuchung der Brust

Eine regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust ist extrem wichtig, um rechtzeitig Veränderungen zu erkennen und ggf. beim Arzt abklären zu lassen. Über 80% aller Brustkrebserkrankungen fallen durch einen selbst ertasteten Befund auf.

Auch wenn du bereits an Brustkrebs erkrankt bist und der Knoten nicht zu tasten war, solltest du beim Einseifen unter der Dusche oder Eincremen nach der Dusche dich daran gewöhnen, deine Brust zu beurteilen und lernen, Veränderungen wahrzunehmen.

 

Darauf solltest du achten:

  • äußerliche Veränderungen der Brust (Einziehungen? Wölbungen? Neuer Größenunterschied? Formveränderung?)
  • Hautveränderungen der Brust (Rötungen? Verdickungen? Ausschlag?)
  • Veränderungen an deiner Brustwarze (Einziehung? Sekretion?)

 

So führst du die Selbstuntersuchung durch:

  • Betrachte deine Brust vor dem Spiegel in verschiedenen Körperpositionen (Oberkörper nach vorne beugen. Dann deine Arme am Körper runter hängen lassen, anschließend die Arme nach oben ausstrecken, an die Hüfte stemmen und hinter den Kopf legen)
  • Lerne mit deinen Fingern die Brust bzw. Dein Brustdrüsengewebe abzutasten. Hierfür nimmst du drei Fingerkuppen (am besten Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger) und legst sie flach auf deine Brust auf. Dann tastet du langsam den Bereich zwischen deinem Schlüsselbein und der Brustumschlagfalte bzw. von deinem Brustbein bis in die Achselhöhle ab. Du wirst sehen, dass deine Fingerkuppen schon bald Veränderungen wahrnehmen können.

 

Falls du dir die Beurteilung nicht zutraust, empfehle ich dir, einen Kurs zur Brustselbstuntersuchung (MammaCare®) zu besuchen. Dein Brustzentrum vermittelt dir gerne den Kontakt zu einer MammaCare®– Trainerin in deiner Nähe. Nimm am besten auch gleich deine Tochter, Schwester, Freundin mit, denn auch in der Vorsorge ist die Selbstuntersuchung der Brust ein wichtiges Element!

Heike