Ich habe Angst vor den Nachsorgeuntersuchungen – was kann ich tun?

Angst vor Nachsorgeuntersuchungen ist eine ganz normale Reaktion. Angst ist ein elementares Gefühl, das Reaktionen in uns hervorruft und uns erkennen lässt, was eine Bedrohung ist. Auslöser hierfür können neben deiner Wahrnehmung auch Gerüche, Geräusche oder etwas Gesehenen sein. Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn du bereits auf dem Weg zur Klinik oder am Klinikeingang Angst bekommst. Das ist ein normales Gefühl, dein Körper signalisiert dir damit eine normale Reaktion zum Selbstschutz. Jedoch beginnt das mulmige Gefühl meist schon Tage vor der Untersuchung, weil das Kommende so ungewiss ist, du keinen Einfluss darauf nehmen kannst, und damit wieder eine neue Weiche gestellt wird. Umso größer ist die Erleichterung, wenn sich ein unauffälliges Nachsorgeergebnis zeigt. Im Hinblick auf die kommenden Jahre, in denen dich zahlreiche dieser Nachsorgeuntersuchungen erwarten ist es wichtig, sich mit diesen Ängsten auseinanderzusetzen.

Was löst die Angst in dir aus? Sind es eigene Erinnerungen oder Erzählungen anderer vom Fortschreiten ihrer Erkrankung. Hast du Angst vor Schmerzen bei der Untersuchung? Versuche den Auslöser der Angst für dich zu identifizieren. Möglicherweise hilft dir ein Tagebuch dabei, in welchem du die Auslöser oder Situationen, die Reaktionen deines Körpers und die Gedanken, die dir dabei durch den Kopf gehen, dokumentierst. Damit hast du die Möglichkeit beim nächsten Mal in diese Situation einzugreifen. Sie wird jetzt vorhersehbar für dich und du hast damit die Möglichkeit sie zu ändern. Vielleicht möchtest du auch die Hilfe eines Psychoonkologen in Anspruch nehmen, um gemeinsam deinen individuellen Weg zu finden, mit dieser Angst umzugehen.

Heike